Springe direkt zu: Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Suchfunktion

Leipziger Muldenland startet sein Projekt Energieautarkie

Zahlreiche sächsische Regionen gestalten ihre Energieversorgung zukunftsfähig um

Dresden, 29. Oktober 2010. Sachsenweit gibt es neun Regionen, die das Ziel umsetzen, ihre Energieversorgung autark und somit unabhängig von fossil-atomaren Energieträgern anzugehen. Eine dieser Regionen ist das Leipziger Muldenland mit 19 Kommunen. Der offizielle Startschuss zur Energieautarkie fiel gestern mit der Unterzeichnung der Kooperations- vereinbarung für die Erstellung eines regionalen Energie- und Klimaschutzkonzept im Wilhelm-Ostwald-Park in Großbothen durch 11 der 19 Bürgermeister aus der Region. Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH brachte das Vorhaben im Rahmen des Projektes "Energieautarke Regionen in Sachsen" gemeinsam mit dem Regionalmanagement des Leipziger Muldenlandes auf den Weg.

Das Ziel der Regionen ist es bilanziell energieautark zu werden. Das bedeutet den Energieverbrauch in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität durch einen sparsamen und effizienten Einsatz weitestgehend zu senken und den restlichen Energiebedarf der Region aus regionalen erneuerbaren Energien zu decken. "Energieautarkie bedeutet nicht sich als Region abzuschotten, sondern die regionalen Kreisläufe mit regenerativen Energiequellen zu stärken und damit auch positive Effekte wie die Steigerung der regionalen Wertschöpfung oder die Schaffung von Arbeitsplätzen freizusetzen", so Christian Micksch, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur. Neben der Herausforderung eine bezahlbare, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung zu etablieren, stehen wir angesichts des demografischen Wandels aber auch vor weiteren Herausforderungen, erklärt Micksch weiter. In den kommenden Jahrzehnten werden stetig sinkende Einwohnerzahlen in ländlichen Regionen und eine Konzentration in großen Städten erwartet. Erneuerbare Energien können direkt vor Ort beim Verbraucher erzeugt werden. Daher bieten sie auch die Möglichkeit durch dezentrale Technologien ländliche Regionen zu versorgen, in denen Verteilungsnetze aufgrund der geringen Einwohnerdichte unrentabel werden.

Das unterzeichnete Energie- und Klimaschutzkonzept soll die Potenziale für erneuerbare Energien in der Region ermitteln und den beteiligten Kommunen Vorschläge unterbreiten, wie ein sparsamer Einsatz von Energie zukünftig zu erreichen ist. Die acht Kommunen der LEADER-Region, die sich nicht direkt an der Konzeption beteiligen, sind allerdings keineswegs außen vor. Gemeinsam sollen zukünftig die Menschen in der Region zum Thema Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien noch stärker sensibilisiert werden.Die LEADER-Region Leipziger Muldenland hat sich in den letzten Jahren bereits zu einem wichtigen Standort von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie etabliert. Auf die Erfahrungen und das Know-how der vielen Akteure soll zukünftig beispielsweise im Rahmen eines regionalen Netzwerkes Energie zurückgegriffen werden, um gemeinsam Projekte zu realisieren - ganz getreu dem Motto der Region: Leipziger Muldenland gibt gesunde Energie.

Fachlicher Ansprechpartner:
Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
Denise Pielniok
Telefon: 0351 4910-3162
Fax: 0351 4910-3155 

Diese Seite ist ein Projekt der Sächsischen Energieagentur SAENA GmbH | Alle Fotos und Texte unterliegen dem Copyright der SAENA GmbH 2009, sofern nicht anders beschrieben. Die Nutzung von Inhalten erfordert die schriftliche Freigabe des Urhebers. Das Portal basiert auf dem Enterprise CMS myty4 von tyclipso.net